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Animation
Belebung von Unbelebtem; meist verallgemeinernd für
Zeichentrickfilm.
Auch Stop
Motion-Aufnahmen sind eine Form von A.
Dabei wird zwischen den Einzelaufnahmen das zu animierende
Objekt minimal weiterbewegt oder verändert. Bei der Projektion des Films
entsteht so der Bewegungseindruck.
Die zeit- und arbeitsaufwendige Technik wird heute oft
durch die Computeranimation ersetzt.
Animatronics
Elektromechanische oder elektronisch kontrollierte
hydraulische Filmtrickmodelle.
Blue/Green-Screen
Verfahren, bei dem die Darsteller vor einer einfarbig
blauen oder grünen Fläche aufgenommen werden. Mit Filtern können dann Masken
von Vorder- oder Hintergrund erstellt werden, die als Grundlage für Kombinationstricks
mit Travelling Mattes benötigt
werden.
CG/CGI/CA
Abk. für
Computergrafik/Computer Generated Imagery/ Computeranimation
Computeranimation/
2D/3D-Animation
Computergenerierte Darstellung von bewegten Bildobjekten.
Dabei reicht es dem Computer einige wichtige Bewegungs- phaseneinstellungen (Key
Frames) anzugeben. Die einzelnen Zwischenschritte (In-betweens)
werden dann von Computer automatisch erzeugt.
ILM
Abk. für
Industrial Light+Magic. Weltweit bedeutendstes Visual Effects-Unternehmen,
das von George Lucas gegründet wurde.
Kombinationstricks
Kombinationsaufnahme: Kombination unterschiedlicher
Bildelemente zu einem Gesamtbild in der Kamera (In-Camera), z.B. Schüfftan-Verfahren, Rück/Front-Pro, Matte/Glas
Painting
Nicht-Kameragebundener Prozeß der Kombination unter-
schiedlicher Bildelemente (Layer) in der Postproduktion, der auch als Compositing
bezeichnet wird. Das daraus entstandene Bild nennt man Composite.
Matte/Glas
Painting
Gemalte Bilder die mit realen Filmaufnahmen mittels Kombinationstricks
zu einer Einheit verschmolzen werden.
Motion
Capturing
Digitale Erfassung von Bewegungsdaten mit Hilfe von
optischen Meßpunkten oder Sensoren und Übertragung der Bewegungen auf ein
CG-Objekt.
Motion
Control
Technik bei der entweder die Kamera oder das zu filmende
Objekt computergesteuert bewegt wird. Die Bewegung ist dadurch beliebig oft
wiederholbar, was Kombinationstricks
erleichtert. Außerdem können die gespeicherten Bewegungsdaten genutzt werden,
um Computeranimationen und real gefilmte Bildelemente zusammenzuführen und
aufeinander abzustimmen.
NLE
Abk. für
Nonlinear Editing
Digitale Form des Filmschnitts. Dabei kann auf jedes
einzelne Filmbild, sofern es digitalisiert wurde, direkt (ohne spulen)
zugegriffen werden, Bilder können ohne umkopieren umgestellt werden. Der Cutter
hat true random access auf das
Filmmaterial
Optische
Bank/Optischer Printer
Anordnung eines einzelbildweise arbeitenden Projektors und
einer synchron geschalteten Kamera, mit der bereits belichtetes Filmaterial
erneut aufgenommen werden kann. Der Projektor strahlt dabei direkt in das
Objektiv der Kamera. Vor den Zeiten des digitalen Composings war die optische
Bank die gebräuch- lichste Apparatur zur Erstellung von Titeleinkopierungen, Über-
blendungen, Mehrfachbelichtungen und vor allem Travelling Mattes.
Pixel
Abk. für
Picture Cell. Kleinste Einheit eines digitalen Bildes, das Informationen
über Farb- und Helligkeitswert enthält.
Rückpro/Frontpro
Kombinationsverfahren, bei dem die Darsteller vor einer
Leinwand aufgenommen werden, auf die von hinten (Rückpro) oder von vorn (Frontpro,
auch Aufpro) ein beliebiger Hintergrund projiziert wird.
Rotoscope
Verfahren, bei dem Bewegungen eines Objekts auf Zeichnungen
anhand der einzeln projizierten Bewegungsphasen übertragen (abgepaust) werden.
R. dient der Herstellung von Animationseffekten oder Travelling Mattes.
Schüfftan-Verfahren
(In-Camera-Effekt)
Von Eugen Schüfftan und Ernst Kuntmann entwickeltes
Einspiegelungsverfahren.
Dabei wird ein real vorhandener Teil der Filmszenerie durch
ein vor der Kamera eingespiegeltes Modell ergänzt. Dazu wird die reflektierende
Schicht des Spiegels entlang der Konturen des Realobjektes abgekratzt, so daß
die Kamera sowohl die reale Szenerie als auch die eingespiegelte Seterweiterung
gleichzeitig aufnehmen kann.
SFX
Abk. für Special Effects, alle am Set erzeugten chemischen
oder physischen Effekte, wie Regen, Feuer, Schnee, Explosionen usw.
SGI
Abk. für Silicon Graphics Industries. Bedeutendster
Hersteller von CG-Workstations und Hochleistungsrechnern.
Stopptrick
In-Camera-Effekt, bei dem die Aufnahme unterbrochen wird,
um die Szenerie zu verändern, so daß bei der Vorführung Menschen oder Gegenstände
unvermittelt auftauchen oder verschinden. Georges Méliès gilt als Erfinder des
Stopptrick.
Synthespians
Abgeleitet von synthetic thespian. Virtuelle Schauspiele,
auch Avatare genannt.
Travelling
Mattes
Bewegliche, d.h. mit bestimmten Bildausschnitten
mitlaufende, Wandermasken, die nach dem Blue/Green-Screen-Verfahren oder über
Kopierprozesse am optischen Printer hergestellt wurden.
VFX
Abk. für
Visual Effects
Wireframe
Computergeneriertes 3D-Objekt, dessen Umrißlinien und
Oberflächen durch eine Netzstruktur dargestellt werden.
Wire
Removal
Retuschierung von Sicherheitsleinen von Stuntleuten,
Befestigungsschnüren von Modellen und anderen unerwünschten Bildelementen.
Als Quellen bei der Zusammenstellung des Glossars dienten:
Bühler (1998), S. 201ff.
Gehr/Ott (2000), S. 297ff.
McCarthy (1992), S. 179ff.
Weitergehende Informationen und Begriffserklärungen:
http://www.quantel.com/editingbook/editingterms.htm
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