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Einleitung 


Vor dem Hintergrund der in den letzten zehn Jahren immens gewachsenen Bedeutung von digitaler Bildbearbeitung, Computeranimationen und Visual Effects in der Film- und Fernsehbranche und einer dementsprechenden Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich der digitalen Bearbeitung und Entwicklung audiovisueller Medien, hat sich innerhalb der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft ein neuer Wirtschaftssektor entwickelt. Eine präzise Bezeichnung dieser Branche existiert nicht. Durch die fließenden Grenzen zu anderen Bereichen der audiovisuellen Medienproduktion, wie den klassischen Postproduktionsunternehmen mit Schnitt- und Tondienstleistungen, Filmproduktionsunternehmen, Werbe-, Industrie- und Videoproduktions-Unternehmen, aber auch Grafik- und Designagenturen, ist es schwierig, die entsprechenden Firmen unter einem Terminus zu subsumieren. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen diese Firmen ganz pragmatisch Visual Effects-Unternehmen bezeichnet werden, auch wenn - wie die Ergebnisse der Befragung dieser Unternehmen zeigen - die Produktion von Filmeffekten, als Inbegriff von Visual Effects, meist nur eine von mehreren offerierten Dienstleistungen aus dem Bereich der Bearbeitung und Generierung digitaler Bilder ist.

In den Medien wie in der Politik gleichermaßen thematisiert, fand eine wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Mediensektor nur peripher statt.

Die vorliegende Untersuchung ist hauptsächlich als Bestandsaufnahme zu verstehen, dient quasi der Beschreibung der deutschen Visual Effects-Branche. Aus drei verschiedenen Perspektiven sollte dabei der Untersuchungsgegenstand beleuchtet werden:

1.     Wer sind die Macher der digitalen Bilder und Effekte?

2.     Wie sehen sie selber ihren Tätigkeitsbereich?

3.     Wie werden die digitalen Bilder und Effekte produziert?

Neben der betriebswirtschaftliche (1.) und der technischen Dimension (3.) der Untersuchung, galt der Kennzeichnung von Bedeutung und Anwendung der Visual Effects in der deutschen Film- und Fernsehbranche besonderes Interesse (2.). Die zweite Frage ist dabei in erster Linie eine Selbstreflektion über die Thematik der Branche, und als solches sind die Untersuchungsergebnisse in erster Linie auch zu verstehen. Nichtsdestotrotz gab es auch neutrale Fragen, die ohne unternehmerische Zwänge beantwortet werden konnten.

Um darüber hinaus eine komplementäre Darstellung der Thematik Bedeutung und Anwendung zu erhalten, schien es angebracht, auch die Positionen und Standpunkte der Gegenseite - quasi die der Auftraggeber (namentlich Film- und TV-Produktionsunternehmen sowie Fernsehveranstalter) zu untersuchen.

Es mußten ergo zwei spezifische Fragebögen entwickelt werden.

 

 

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Weitere Abschnitte zu diesem Bereich: 

Forschungsproblem u. -design

Die Erhebungstechnik

Der Fragebogen

Die Realisierung

 

 

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